Christkindlmarkt 2018

In unserer Gemeinde stand wie jedes Jahr der Christkindlmarkt an – verschiedene Vereine betreiben ihre Stände und bieten – wie halt so üblich – Glühwein, etwas zum Essen und idealerweise etwas Künstlerisches an. Sicher nicht interessant für Außenstehende, aber für Einwohner nett genug, um vorbei zu schauen.

Für mich und mein Engagement wichtig ist dabei: unser Verkaufsstand ist kein Selbstzweck, sondern wir spenden unseren Gewinn zu 100 % an wohltätige Organisationen, sowohl lokal als auch international.

Der Aufbau des Standes inkl. Dekoration und elektrischer Versorgung ging heuer erstaunlich schnell im Vergleich zu den letzten Jahren. Es waren mehr Helfer da, die hinlangten und halfen als Leute, die alles nur kommentierten, aber nicht halfen.

Und erfreulicherweise war unser Stand mit der am schönsten dekorierte.

Zusätzlich zu unseren Angebot boten Firmlinge hinter unserer Hütte Kinderpunsch an. Je nach Motivation der Firmlinge mit mehr und weniger Elan. Schön war dass ich mich mit einem der Firmlinge länger über verschiedene Sachen unterhalten habe – von Spielen (natürlich Computer- und Handyspiele) über die neue Freundin bis hin zu Erwartungen an das Leben.

Etwas schwerer wurde die Diskussion mit dem Vater dieses Firmlings: er hat Dir Ansicht, dass Computerspiele das Aggressionspotential steigern und Krieg verharmlosen. Bei letzterem stimme ich ihm zu, bei ersterem nicht. Aber diese Diskussionen müssen geführt werden.

Auch andere, teils tiefe Gespräche ergaben sich. Mit viel Lachen, Spaß und Singen. Und ein Gespräch über meine Arbeitsbelastung durch vier Rollen, viel zu viel (ehrenamtlicher) Arbeitszeit und wo meine Familie und ich bleiben. Und wie gut es mir tun wird, im Januar eine Woche mit einem Freund weg zu fahren – zum Entspannen und wieder runter kommen.

Das Rumbummeln über den Christkindlmarkt gehörte zu den beiden Tagen dazu. Durch verschiedene Schichten traf ich immer wieder andere Leute. Schön, wenn dabei auch immer wieder etwas (Waffeln, Chips, Brote, Suppe) kostenlos mir angeboten wurde. Natürlich bezahlte ich trotzdem 😉 aber verhungert bin ich nicht.

Erwähnenswert bleibt noch der Stand der Pfadfinder mit dem Verkauf der Waffeln. Immer mit Puderzucker. Komische Winde trieben aber erstaunlicherweise den Puderzucker immer zurück – aber alle konnten lachen.

Ein persönlicher Höhepunkt war am Sonntag Nachmittag, als der Schulchor mit der Tochter auftrat. Natürlich wurde andächtig dem Gesang gelauscht, geschunkelt und beim Refrain mit gesungen. Mit etwas Stolz, dass die Tochter dort vorne mit stand und sang.

Auf Grund vieler Auftritte verschiedener Gruppen dauerte der Christkindlmarkt dann etwas länger als geplant. Abgeschlossen wurde der Markt offiziell durch die Böllerschützen. Erstaunlich gerade in Verbindung mit der Diskussion über Ballerspiele dass das reale Abfeuern von Waffen anerkannt ist …

Der Abbau erfolgte wie der Aufbau: Dank mit anlangender Helfer ging es zügig voran mit der Demontage, Verstauen und Aufräumen. Nur kommentierende Helfer gibt es zwar immer, aber desto mehr anpacken desto schneller geht es. Und so konnten wir nach 40 min als Zweite den diesjährigen Christkindlmarkt beenden.

Aus is und gut wars und gut is dass aus is.

Über fliegerbaer

Flugsüchtig. Dosen suchend. Neugierig.
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