Bayern in Kleinform

Nur noch bis Sonntag ist die bayerische Landesausstellung „Mythos Bayern“ im Kloster Ettal anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Freistaates Bayern geöffnet. Also höchste Zeit diese Ausstellung zu besuchen.

So ging es am Morgen los und nach einer guten Fahrt kamen wir in Ettal an – den Parkplatz verbunden mit vielen Erinnerungen an das Warten auf die Mädels vor dem Gymnasium im Kloster.

Das war die harte Schule für das Leben: warten lernen auf Mädels

In zwei Gruppen (Mädels/Jungs) machten wir uns auf den Weg durch die Ausstellung mit den Themenbereichen Wald – Gebirge – Gründung Bayerns. Dazu kam eine Sonderfläche mit Panorama-Multivisionsshow über die Schlösser Ludwig II. (Neuschwanstein – Linderhof – Schachen – Herrenchiemsee).

So schön es war mit Linus durch die Ausstellung zu schlendern, mit ihm zu diskutieren und manche Rarität live zu sehen – wir waren erstaunt, nach 90 min durch die Ausstellung zu sein. Einen roten Faden mit Übergängen, Bedeutungen und Beitrag zum Mythos Bayern vermissten wir ebenso wie die historische Einordnung in den Kontext der Zeit (was trug wie dazu bei, dass der Freistaat gegründet wurde? Und war da nicht noch was zwischen der Gründung Bayerns und Franz-Joseph Strauß außer zwei Meter weißer Wand?).

Die unerwartet freie Zeit nutzten wir für einen Geocache mit Blick auf das Kloster, einem nur drei Kilometer langen Planetenweg …

… und natürlich einen Blick in die Kirche.

Ich schweige nicht

Nach einem kleinen Mittagessen beim Bäcker mit heißer Schokolade ging unterschiedlich weiter: Bianca ging mit den Kindern in den Wellenberg und ich nahm mir auf einer kleinen Bergtour vom Laber via Laberdolomiten eine Auszeit zum Durchatmen und Gedanken sortieren.

Die Ausblicke auf der Tour zeigten auf ihre Art und Weise etwas vom Mythos Bayern:

Ettaler Mandl

Zug- und Alpspitze

Bankerl

Absprungschanze

Oberammergau

Steig

Dolomiten

Schön war es, die Ausblicke beeindruckend und auch die Trollhöhle gibt es noch.

Die letzten 150 Höhenmeter erinnerten mich an viele, teils romantische Schlittenabfahrten in der Nacht auf dieser Strecke. Der Stacheldrahtzaun wurde zwischenzeitlich gegen einen Elektrozaun ausgetauscht. Kleidungsfreundlicher.

In der Wand und auf dem Berg habe ich noch keine Altersweisheit – die Gehzeit von 2 1/2 Stunden auf 77 min (inkl. Pausen) zu drücken weißt wohl darauf hin. Der Puls sollte aber nicht da sein wo er teilweise war.

Die Bergschuhe wurden gegen die Badehose eingewechselt und nach dem ausgiebigen Duschen wurde mit den Kindern sowohl entspannt als auch auf den Wasserrutschen gerutscht.

Und Heimat ist auch, wenn man bis zum Kinn im Wasser steckt und trotzdem erkannt und angesprochen wird.

Auf dem Weg zum Abendessen ging es noch kurz in „unsere“ Kirche:

St. Peter und Paul

Unser primäres Ziel – El Puente – war wie befürchtet ausgebucht, so dass wir auf das La Montanara ausweichen mussten – aber Pizza, Spaghetti, Knoblauchcremesuppe und Lasagne schmeckten auch so.

Die Heimfahrt führte uns dann via Rottenbuch und Weilheim – auch hier verbunden mit vielen Erinnerungen und Anekdoten.

Ein interessanter und trotz vieler Erlebnisse nicht übervoller Tag. Mit gemeinsamen Zeiten zu viert, zu zweit und alleine.

Über fliegerbaer

Flugsüchtig. Dosen suchend. Neugierig.
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